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Die Niere
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Aufgaben der gesunden Niere

Die Niere ...

  • reinigt das Blut von Abfallstoffen, die durch Stoffwechselvorgänge entstehen (z.B. Harnsäure, Harnstoff).
  • reguliert den Säure-Basen-Haushalt des Körpers. Der pH-Wert des Blutes darf nur in sehr engen Grenzen schwanken, ansonsten wird es "sauer" oder "alkalisch", sowohl das eine als auch das andere führt letztlich zum Tod.
  • reguliert den Gehalt an Körpersalzen (Natrium, Kalium, Calzium).
  • reguliert den Blutdruck.
  • ist durch die Bildung des Hormons Erythropoetin an der Blutneubildung beteiligt.
  • erzeugt die so genannten renalen Hormone Cholecalciferol, Erythropoetin, Kinine und Prostaglandine.
  • ist am Vitamin D-Stoffwechsel beteiligt.
  • reguliert den Wasserhaushalt des Körpers.

Nierenversagen

Es gibt zwei zeitliche Verlaufsformen des Nierenversagens, das chronische und das akute Nierenversagen. In beiden Fällen funktionieren die Nieren qualitativ nicht mehr oder nur in sehr geringem Umfang (die Urinproduktion kann quantitativ unverändert erhalten bleiben oder sogar gesteigert sein). Der Unterschied in den Verlaufsformen liegt in der Zeitspanne und der Prognose. Das akute Nierenversagen tritt entweder im Rahmen einer akuten Verschlechterung einer langjährigen vorbestehenden Nierenerkrankung (Niereninsuffizienz) wie einer chronischen Glomerulonephritis, einer diabetischen oder hypertensiven Nierenschädigung oder durch einen akuten Vorfall (akute Glomerulonephritis, Autoimmunerkrankung, Unfall, Infektionen, OP, Sepsis, etc.) auf. Es ist in den meisten Fällen prinzipiell reversibel und muss sich nicht zwangsläufig in ein terminales Nierenversagen entwickeln. Das chronische Nierenversagen kann bei Fortschreiten in das Terminalstadium letztlich die endgültige Funktionsaufgabe der Nieren (wobei trotzdem gewisse Teilfunktionen weiter aktiv sein können) bedeuten. Die häufigsten Ursachen sind chronische, oft unentdeckte Entzündungen der Nierenkörperchen (chronische Glomerulonephritis) oder Schädigungen durch Diabetes oder/und Bluthochdruck. Sowohl das akute als auch das chronische Nierenversagen kann man nicht immer ursächlich behandeln, man kann dann nur Symptome behandeln und versuchen, Komplikationen zu verhindern. Ursächliche therapeutische Ansatzpunkte gibt es z.B. bei der Behandlung von Nierenversagen durch Autoimmunerkrankungen, hier wird immunsuppressiv behandelt. Auch die häufigen medikamentös bedingten akuten Nierenversagen sind durch Weglassen des auslösenden Medikamentes oft rasch rückläufig. In vielen Fällen des akuten und in allen Fällen des terminalen Nierenversagens kommt als einzige mögliche Therapieoption die Dialyse in Frage. Eine weitere Möglichkeit ist die Nierentransplantation.

 

Die Dialyse (aus dem Griechischen dialysis = Auflösung) ist ein Blutreinigungsverfahren ("Künstliche Niere"). Sie wird angewandt, wenn es zu einem akuten oder chronischen Nierenversagen, bzw. Leberversagen kommt. Die weltweit erste "Blutwäsche" (wie sie damals hieß) beim Menschen wurde 1924 von Georg Haas durchgeführt.


 
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